g.pdf">http://www.siegerland-airport.de/presse/IDRF_Studie_Zusammenfassung.pdf

Weitere ähnlichlautende Auftragsarbeiten wurden nach unserer Kenntnis bislang angefertigt für Kassel-Calden,  Zweibrücken, Hannoversch-Minden, Rostock-Lage, Hahn, denen er "Umwegrentabilität" bescheinigt.

Überall kommt Prof. Dr. Klophaus zum selben überwältigenden Zahlenergebnis, die Studien scheinen austauschbar.

Doch Prof. Dr. Klophaus ist nicht unumstritten.

Unter dem Titel "Den Bock zum Gärtner gemacht" beschreibt der Sprecher der Fraktion der Mülheimer BürgerInitiativen (MBI) Lothar Reinhard die Arbeitsweise des Prof. Dr. Klophaus in einem Artikel der Neuen Rheinischen Zeitung vom 19.11.2010 folgendermassen:

"... wer die derzeitigen Riesenprobleme der Kleinflughäfen in NRW betrachtet, kann ahnen, dass diese Protagonisten irgendwie nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein scheinen."

Den ganzen Artikel kann man hier  nachlesen

Mit Prof. Dr. Klophaus sehr hart ins Gericht geht der Vorsitzende der Bürgerninitiative Hannoversch Münden, Hans Weichlein mit folgenden Worten aus einem offenen Brief an Prof. Dr. Klophaus:

"Wenn das alles das wohl fürstliche Salär wert ist, für das Sie Ihren Ruf als Wissenschaftler aufs Spiel setzen, sollten Sie besser den Lehrstuhl zur Verfügung stellen, um Gefälligkeitsgutachten ohne Vorbildfunktion für auszubildende Studenten anfertigen zu können."

Den entsprechenden Presseartikel und den offenen Brief finden Sie  hier

Die Arbeitsweise des Prof. Dr. Klophaus nimmt gar ein Planfeststellungs-Erörterungs-Protokoll dezidiert auseinander. Der Luftfahrtingenieur und Systemwissenschaftler Prof. i. R. Dr. Hartmut Bossel schreibt im "Nordhessischen Weitblick" in seinem Schlusssatz:

"Es wäre zu wünschen, dass Gutachten zu wichtigen und kostspieligen Vorhaben wie Flughafen-Neubauten (oder Atomkraftwerke, oder Magnetschwebebahnen, oder Gesundheitsreformen) gleichen wissenschaftlichen Standards genügten, um so die bestmögliche Entscheidungsbasis zu bieten. Aber davon sind wir in Deutschland wohl noch weit entfernt, und leider sind viele „Wissenschaftler“ in diesem Land an diesem Zustand nicht ganz unschuldig."

Das ganze Papier kann man hier nachlesen. Interessant besonders die Passagen auf Seite 11 ff.

 

Es steht uns als Anwohnern fern, Sinn und Zweck dieser Studie in Frage zu stellen, jedoch scheint uns der Gedanke nicht weit entfernt zu liegen, der sich mit dem Erhalt weiterer Subventionen  und 24-Stunden-Nachtfluggenehmigungen beschäftigt.

Es sei uns aber gestattet, eine Studie hier anzuführen, die einen anderen Sachverhalt darstellt.

Diese Studie aus demJahr 2004 zur wirtschaftlichen Nutzung des Militärflughafens Lagerlechfeld weist nach, dass es sich bei dem Vorhaben um ein dauerhaft defizitäres Subventionsloch handeln würde.

Als Berechnungsbeispiel wurde interessanterweise der Flughafen Friedrichshafen herangezogen.

http://www.zivilflughafen-lechfeld.de/presseerklaerungen/20040902_Wirtschaftlichkeit_von_Lagerlechfeld.pdf

Die veröffentlichen Bilanzzahlen des Flughafens Friedrichshafen

der letzten 7 Jahre

2002:     -    334.000 Euro (Passagierzahlen lt ADV: 496.432)

2003:     - 1.420.000 Euro (Passagierzahlen lt ADV: 499.026)

2004:     -    803.000 Euro (Passagierzahlen lt ADV: 534.388)

2005:     -      65.000 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 596.089

2006:     +   294.000 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 657.749)

2007:     -    216.000 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 655.689)

2008:     -    997.162 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 649.646)

2009:     -  2,8 Mio Euro (Passagierzahlen lt. ADV: 578.484)

Prognosen aus 2001 für das Jahr 2010: 840.000 Passagiere

Prognose des Flughafens für 2014: 1 Mio Passagiere, für 2012 wird eine "schwarze Null" prognostiziert.

Südkurier-Artikel vom 19.02.2010

Kein Flughafen kann jedoch kostendeckend arbeiten, der weniger als 1,4 Mio Passagiere abfertigt.

 

 

Eine weitere Abhandlung der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn betrachtet die Ansätze "Jobmaschine Flughafen, Ökologie und Flugverkehr sowie Subventionierung des Flugverkehrs" kritisch

www.fluglaerm.de/koeln/HSBoom31.pdf

 

Einigen Anwohnern stellt sich nun auch die Frage,

... ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, stattdessen endlich einmal Geld für eine offizielle Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bereit zu stellen, die normalerweise bei Flughafengenehmigungen vorgeschrieben sind, die aber bei der Flughafengenehmigung 1996 in FN nicht gemacht wurde mit der Begründung, der Flughafen Friedrichshafen würde nicht mehr Lärm machen, als der vorherige Militärflughafen.

 

- Achtung Ironie/Glosse -

Sollten sich einige der Anwohner nach einem Wegzug dazu entschliessen, eine Eisdiele in der Arktis oder ein Sonnenstudio in der Kalahari-Wüste zu betreiben und dessen Sinn wissenschaftlich klären zu lassen, wissen sie ja jetzt, an wen sie sich wenden müssen.

- Ironie/Glosse Ende -