auf dem Informationsportal für lärmbelastete Immobilienbesitzer und Mieter, das seit Jan. 2010 am Netz ist und gelegentlich aktualisiert, ergänzt und erweitert werden soll.

Besonderes Augenmerk richten wir hier auf Menschen, die mit einer Dauerschallbelastung von über 62 dB(A) (gesundheitsschädliche Grenze) belastet sind und/oder so nahe an einem Flughafen leben, dass sie regelmässig unterhalb der Sicherheitsmindesthöhe von 300 m überflogen werden.

Warum diese Seite?

Wer in einer verlärmten Gegend lebt, wird bald feststellen, dass sich für Beschwerden niemand zuständig fühlt. Diese Internetseite soll sowohl auf Zuständigkeiten verweisen als auch umfassend über Handlungsalternativen informieren.

Bürger, die sich von Lärm beeinträchtigt oder gestört fühlen, sollen hier sowohl ein offenes Ohr und Erfahrungsaustausch finden, als auch auf eine umfangreiche Linksammlung (Zeitungsartikel, Info-Links, Urteile, Gesetzestexte, Schriftverkehr mit Behörden) zurückgreifen.

Aus allen Informationen möchten wir die Position des lärmbelasteten Bürgers und dessen Forderungen darstellen und so dem Umstand, dass sich lärmbelastete Bürger in Flughafennähe als rechtlos empfinden, nach und nach Abhilfe schaffen.

Hier kommen die lärmgeplagten Bürger zu Wort! 


 Hier im Anschluss finden Sie Schnell-Links zu Artikeln auf dieser HP, die wir für besonders informativ und wichtig halten:

 

Das erste Treffen fand am Montag, den 18. Januar 2010 statt

Für unmittelbar an einem Flughafen ansässige Menschen ergeben sich sehr spezielle Fragen, z. B.:
- Wie kann ich aktiv meine Lärmbelastung mindern?
- Darf ich mich beschweren, protestieren?
- Wo kann ich mich worüber beschweren?
- wie sieht meine rechtliche Lage aus?
- Welche Schallschutzmassnahmen sind sinnvoll?
- Lohnt sich eine Hausinvestition überhaupt noch?
- Muss ich niedrige Überflüge akzeptieren?
- Welche Gesetze helfen mir, welche nicht?
- Ist es angebracht oder gar nötig, zu klagen?
- Muss ich Flugshows akzeptieren?

weitere Fragen sind willkommen.

 

Welche Ziele können wir uns setzen?
- Stärkere Beteilung der unmittelbar Betroffenen an Genehmigungsverfahren aller Art.
- Wiedererlangen eines erträglichen Lärmpegels.
- Alternativ die Schaffung kapitalunschädlicher Wegzugsmöglichkeiten.
- mehr Gehör bei Beschwerden
- klar definierte Verantwortlichkeiten
- Hilfe bei Lärmproblemen
- Unterstützung bei Immobilienproblemen
- Erleichterung bei der Frage nach dem individuellen, aktuellen Lärmpegel
- anwaltliche und finanzielle Hilfe bei der Wahl von Rechtsmitteln

Wichtige Ankündigung

 

Luftfahrtveranstaltungen im Sinne von § 24 der LuftVG müssen 8 Wochen vor dem Veranstaltungstermin bei der zuständigen Genehmigungsbehörde beantragt werden.

Jeder Anwohner, der von den Auswirkungen einer solchen Veranstaltung in Form einer hohen Belastung betroffen ist, kann nach § 13 des VwVfG (Verwaltungsverfahrensgesetz) an einem Genehmigungsverfahren beteiligt werden.

Ein entsprechendes Formblatt ist auf Anfrage unter Angabe der Adresse und Beschreibung der besonderen Belastung über das Kontaktformular erhältlich.

Die nächste Luftfahrtveranstaltung ist die Aeromesse  vom 8. - 11. April.

Die IMAS, eine Messe für Gebrauchtflugzeuge, findet gleichzeitig statt.

g.pdf">http://www.siegerland-airport.de/presse/IDRF_Studie_Zusammenfassung.pdf

Weitere ähnlichlautende Auftragsarbeiten wurden nach unserer Kenntnis bislang angefertigt für Kassel-Calden,  Zweibrücken, Hannoversch-Minden, Rostock-Lage, Hahn, denen er "Umwegrentabilität" bescheinigt.

Überall kommt Prof. Dr. Klophaus zum selben überwältigenden Zahlenergebnis, die Studien scheinen austauschbar.

Doch Prof. Dr. Klophaus ist nicht unumstritten.

Unter dem Titel "Den Bock zum Gärtner gemacht" beschreibt der Sprecher der Fraktion der Mülheimer BürgerInitiativen (MBI) Lothar Reinhard die Arbeitsweise des Prof. Dr. Klophaus in einem Artikel der Neuen Rheinischen Zeitung vom 19.11.2010 folgendermassen:

"... wer die derzeitigen Riesenprobleme der Kleinflughäfen in NRW betrachtet, kann ahnen, dass diese Protagonisten irgendwie nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein scheinen."

Den ganzen Artikel kann man hier  nachlesen

Mit Prof. Dr. Klophaus sehr hart ins Gericht geht der Vorsitzende der Bürgerninitiative Hannoversch Münden, Hans Weichlein mit folgenden Worten aus einem offenen Brief an Prof. Dr. Klophaus:

"Wenn das alles das wohl fürstliche Salär wert ist, für das Sie Ihren Ruf als Wissenschaftler aufs Spiel setzen, sollten Sie besser den Lehrstuhl zur Verfügung stellen, um Gefälligkeitsgutachten ohne Vorbildfunktion für auszubildende Studenten anfertigen zu können."

Den entsprechenden Presseartikel und den offenen Brief finden Sie  hier

Die Arbeitsweise des Prof. Dr. Klophaus nimmt gar ein Planfeststellungs-Erörterungs-Protokoll dezidiert auseinander. Der Luftfahrtingenieur und Systemwissenschaftler Prof. i. R. Dr. Hartmut Bossel schreibt im "Nordhessischen Weitblick" in seinem Schlusssatz:

"Es wäre zu wünschen, dass Gutachten zu wichtigen und kostspieligen Vorhaben wie Flughafen-Neubauten (oder Atomkraftwerke, oder Magnetschwebebahnen, oder Gesundheitsreformen) gleichen wissenschaftlichen Standards genügten, um so die bestmögliche Entscheidungsbasis zu bieten. Aber davon sind wir in Deutschland wohl noch weit entfernt, und leider sind viele „Wissenschaftler“ in diesem Land an diesem Zustand nicht ganz unschuldig."

Das ganze Papier kann man hier nachlesen. Interessant besonders die Passagen auf Seite 11 ff.

 

Es steht uns als Anwohnern fern, Sinn und Zweck dieser Studie in Frage zu stellen, jedoch scheint uns der Gedanke nicht weit entfernt zu liegen, der sich mit dem Erhalt weiterer Subventionen  und 24-Stunden-Nachtfluggenehmigungen beschäftigt.

Es sei uns aber gestattet, eine Studie hier anzuführen, die einen anderen Sachverhalt darstellt.

Diese Studie aus demJahr 2004 zur wirtschaftlichen Nutzung des Militärflughafens Lagerlechfeld weist nach, dass es sich bei dem Vorhaben um ein dauerhaft defizitäres Subventionsloch handeln würde.

Als Berechnungsbeispiel wurde interessanterweise der Flughafen Friedrichshafen herangezogen.

http://www.zivilflughafen-lechfeld.de/presseerklaerungen/20040902_Wirtschaftlichkeit_von_Lagerlechfeld.pdf

Die veröffentlichen Bilanzzahlen des Flughafens Friedrichshafen

der letzten 7 Jahre

2002:     -    334.000 Euro (Passagierzahlen lt ADV: 496.432)

2003:     - 1.420.000 Euro (Passagierzahlen lt ADV: 499.026)

2004:     -    803.000 Euro (Passagierzahlen lt ADV: 534.388)

2005:     -      65.000 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 596.089

2006:     +   294.000 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 657.749)

2007:     -    216.000 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 655.689)

2008:     -    997.162 Euro (Passagierzahlen lt. ADV 649.646)

2009:     -  2,8 Mio Euro (Passagierzahlen lt. ADV: 578.484)

Prognosen aus 2001 für das Jahr 2010: 840.000 Passagiere

Prognose des Flughafens für 2014: 1 Mio Passagiere, für 2012 wird eine "schwarze Null" prognostiziert.

Südkurier-Artikel vom 19.02.2010

Kein Flughafen kann jedoch kostendeckend arbeiten, der weniger als 1,4 Mio Passagiere abfertigt.

 

 

Eine weitere Abhandlung der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn betrachtet die Ansätze "Jobmaschine Flughafen, Ökologie und Flugverkehr sowie Subventionierung des Flugverkehrs" kritisch

www.fluglaerm.de/koeln/HSBoom31.pdf

 

Einigen Anwohnern stellt sich nun auch die Frage,

... ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, stattdessen endlich einmal Geld für eine offizielle Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bereit zu stellen, die normalerweise bei Flughafengenehmigungen vorgeschrieben sind, die aber bei der Flughafengenehmigung 1996 in FN nicht gemacht wurde mit der Begründung, der Flughafen Friedrichshafen würde nicht mehr Lärm machen, als der vorherige Militärflughafen.

 

- Achtung Ironie/Glosse -

Sollten sich einige der Anwohner nach einem Wegzug dazu entschliessen, eine Eisdiele in der Arktis oder ein Sonnenstudio in der Kalahari-Wüste zu betreiben und dessen Sinn wissenschaftlich klären zu lassen, wissen sie ja jetzt, an wen sie sich wenden müssen.

- Ironie/Glosse Ende -

 

Unsere Anträge  nach § 13 Abs.2, S 1 des LVwGfV auf Hinzuziehung Betroffener zum Genehmigungsverfahren für eine Luftfahrtveranstaltung wurde vom Regierungspräsidium anerkannt.

Die Antragsteller durften Ihre Bedenken und Belange im Verfahren äussern und werden gehört.

 Hierzu haben die Antragsteller eine Resolution verfasst, die jedoch beim Regierungspräsidium Tübingen trotz intensiven Schriftverkehrs nur in wenigen, geringen Punkten anerkannt wurde.

Die Resolution kann man hier ansehen.